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Überblick über die wichtigsten (steuer-)gesetzlichen Neuerungen der letzten Monate

13/10/2020

 

… für Unternehmer:

  • Covid-Investitionsprämie: 7% bzw 14% (für Ökologisierung, Digitalisierung, Life Science und Gesundheit) für Neuinvestitionen zw. Euro 5.000 und 50 Mio. ab 1.8.2020
  • Covid-19-Rücklage bei voraussichtlichen Verlusten im Jahr 2020: bei sorgfältiger Schätzung max. 60% des positiven Gesamtbetrages der betrieblichen Einkünfte der Veranlagung 2019, ohne weiteren Nachweis bis zu 30% dieses Betrages, wenn Vorauszahlungen 2020 auf Euro Null oder Mindestkörperschaftsteuer herabgesetzt werden (heuer bis 31.10.2020 möglich); möglich für Bilanzierer und Einnahmen-Ausgaben-Rechner;
    Abzug der Rücklage vom Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte, daher keine Auswirkung auf Gewinnfreibetrag und Sozialversicherungsbeiträge;
    Auflösung der Rücklage 2020
    Rückwirkende Herabsetzung der VZ 2019, wenn Voraussetzungen für die Bildung einer Covid-19-Rücklage grundsätzlich vorliegen bis zur Veranlagung 2019
    Verlustrücktrag: Verluste 2020, die nach Hinzurechnung der Covid-19-Rücklage verbleiben, können auf Antrag ins Jahr 2019 rückgetragen werden, bzw. wenn sie dort nicht berücksichtigt werden können, ins Jahr 2018;
    Rest bleibt Verlustvortrag für 2021 und Folgejahre
  • Degressive Abschreibung für Anschaffungen nach dem 30.6.2020, Abschreibungssatz bis zu 30% vom jeweiligen Restbuchwert (Wahlrecht im Jahr der Anschaffung); gilt für alle Einkunftsarten (auch außerbetriebliche); ausgenommen: unkörperliche Wirtschaftsgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Gebäude u Mieterinvestitionen, PKW, Anlagen in Zusammenhang mit fossilen Energieträgern;
    Übergang von degressiver zu linearer Afa ist möglich, nicht aber umgekehrt; Regel für Halbjahres-Afa ist anzuwenden
  • Beschleunigte lineare Abschreibung bei Gebäuden, die nach dem 30.6.2020 angeschafft wurden (kein Wahlrecht): im ersten Jahr das Dreifache des bisherigen gesetzlichen Prozentsatzes (7,5% bzw. 4,5%), im zweiten Jahr das Zweifache (bis zu 5% bzw. 3%), ab dem zweitfolgenden Jahr wieder 2,5% bzw 1,5%; gilt auch für außerbetriebliche Einkunftsarten; auch bei Anschaffung/Herstellung im 2. Halbjahr: voller Jahres-Afa-Betrag

 

… für Land- und Forstwirte:

  • Anhebung der Einnahmengrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten auf Euro 40.000,– (bisher Euro 33.000,–)
  • Anpassung der Pauschalierungsgrenzen: Obergrenze für Vollpauschalierung: Einheitswert Euro 75.000,– (Entfall der Hektar- und Vieheinheitsgrenze!), bei Forstwirtschaft auf von Euro 11.000,– auf Euro 15.000,–; Buchführungspflicht ab Umsatz von Euro 700.000,– (bisher über Euro 150.000 Einheitswert und über Euro 550.000,– Umsatz)
  • Sozialversicherung: Senkung der KV-Mindestbeitragsgrundlage auf Euro 446,81 (bisher Euro 824,51 für „Einheitswertbetriebe“ bzw. Euro 1.549,35 für „Optionsbetriebe);
    SV-Beitragszuschlag von 3% für Optionsbetriebe entfällt;
    Entfall des Solidaritätsbeitrages von 0,5%;
    Erhöhung der Pensions-Beitragsgrundlage von Kindern, die hauptberuflich am Hof mitarbeiten, von 1/3 auf die Hälfte, bis zum 27. Lebensjahr

 

… für alle Steuerpflichtigen und Arbeitnehmer

  • Senkung der ersten ESt-Tarifstufe (11.000-18.000) von 25% auf 20% (rückwirkend ab 1.1.2020)
  • Anhebung des Zuschlags zum Verkehrsabsetzbetrag von Euro 300,– auf Euro 400,– (Geltendmachung ab Veranlagung 2020); Anhebung der max. Negativsteuer aus Rückerstattung von SV
    Beiträgen auf Euro 800,– (bzw Euro 900,– f. Pendler) (Geltendmachung ab Veranlagung 2020)