NEWS

Steuertipps

KlientenInfos

Wertetabellen

Kleinunternehmer: Pauschalierung und Erhöhung der Umsatzgrenze

02/01/2020

Ab der Veranlagung 2020 gibt es für (Klein-)Unternehmer eine neue Pauschalierungsmöglichkeit zur Ermittlung des Gewinnes. Die Pauschalierung steht Steuerpflichtigen offen, die Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder gewerbliche Einkünfte erzielen und deren Nettoumsätze maximal Euro 35.000,– pro Jahr betragen. Ausgenommen sind Gesellschafter-Geschäftsführer, Aufsichtsratsmitglieder und Stiftungsvorstände. Ein einmaliges Überschreiten der Umsatzgrenze bis höchstens Euro 40.000,– ist unschädlich.

 

Diese Kleinunternehmer können die Betriebsausgaben pauschal mit 45 % bzw. Dienstleistungsbetriebe mit 20 % des Nettoumsatzes ansetzen. Zusätzlich dürfen nur die Sozialversicherungsbeiträge und der Grundfreibetrag abgezogen werden. Es müssen daher grundsätzlich weder Belege für Betriebsausgaben aufbewahrt noch eine Anlagenverzeichnis oder ein Wareneingangsbuch geführt werden. Wenn freiwillig von dieser Art der Pauschalierung abgegangen wird, dann kann sie frühestens nach Ablauf von drei Wirtschaftsjahren wieder angewendet werden.

 

Gleichzeitig wird die Umsatzgrenze für die Anwendung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerbefreiung von derzeit Euro 30.000 auf Euro 35.000 angehoben.